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ALBIS Leasing informiert: Coronavirus-Maßnahmenpaket der Bundesregierung für Unternehmen

Webseite / 30.03.2020

 

Die Bundesregierung hat am 23.03.2020 ein Maßnahmenpaket in Milliardenhöhe verabschiedet, um vom Corona-Virus betroffene Unternehmen zu unterstützen. Bis Freitag, den 27.03.2020 wird dieses Maßnahmenpaket dem Bundestag und Bundesrat zur Zustimmung vorgelegt. Die wesentlichen Maßnahmen und die wichtigsten Ansprechpartner und Kontaktstellen sind im Folgenden aufgeführt:

 

1. Kurzarbeitergeld wird flexibler

  • Kurzarbeitergeld kann bei einem Ausfall von 10 % der Beschäftigten im Betrieb in Anspruch genommen werden.
  • Wenn ein Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt, werden bis zu 67 % des ausgefallenen Nettolohns von der Bundesagentur für Arbeit übernommen.
  • Die Bundesagentur für Arbeit erstattet 100 % der Sozialversicherungsbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden bei Kurzarbeit.
  • Teilweiser oder vollständiger Verzicht auf Aufbau negativer Arbeitszeitsalden („Minusstunden“). Das geltende Recht verlangt, dass in Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, diese auch zur Vermeidung von Kurzarbeit eingesetzt und ins Minus gefahren werden.
  • Kurzarbeitergeld gilt auch für Leiharbeitnehmer.
  • Kurzarbeitergeld bei der Bundesagentur für Arbeit hier online beantragen.
  • Eine Tabelle zur Berechnung des Kurzarbeitergeldes finden Sie hier.
     

2. Steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen

  • Die Gewährung von Stundungen wird erleichtert.
  • Vorauszahlungen können leichter angepasst werden. D.h.: Sollte klar sein, dass Sie im laufenden Jahr geringere Einkünfte haben werden, werden die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt.
  • Auf Vollstreckungsmaßnahmen (z. B. Kontopfändungen) beziehungsweise Säumniszuschläge wird bis zum 31. Dezember 2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist.
     

3. Unbegrenztes Kreditprogramm für Unternehmen:

  • Aktuell können Liquiditätsengpässe über die gängigen KfW-Unternehmer- wie auch ERP-Gründerkredite, außerdem Betriebsmittelkredite sowie Bürgschaften kompensiert werden.
     
  • KfW-und ERP-Kredite sind über Banken und Sparkassen bei der KfW zu beantragen

o ERP-Gründerkredit (max. 30.000 Euro) kann von kleinen Unternehmen beantragt werden, die unter 5 Jahren bestehen, max. 50 Beschäftigte und max. Jahresumsatz 10 Mio. Euro haben.

o KfW-Unternehmerkredit (max. 25 Mio. Euro) kann von Unternehmen beantragt werden, die seit mehr als 5 Jahren bestehen und max. 500 Mio. Euro Jahresumsatz insgesamt erwirtschaften.

o KfW-Sonderprogramm 2020: Die Mittel für das KfW-Sonderprogramm sind unbegrenzt. Es steht sowohl kleinen, mittelständischen Unternehmen als auch Großunternehmen zur Verfügung. Die Kreditbedingungen wurden nochmals verbessert. Niedrigere Zinssätze und eine vereinfachte Risikoprüfung der KfW bei Krediten bis zu 3 Mio. Kleine, mittelständische und große Unternehmen können über ihre Hausbank Anträge stellen. Eckdaten zum KfW-Sonderprogramm finden Sie hier.

o Weitere Informationen zu KfW-Krediten finden Sie hier.

o Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 539 9001
 

  • Ergänzend zu KfW und ERP bieten Landesförderinstitute Betriebsmittelfinanzierungen an. (Übersicht von Landesförderinstituten im Anhang)
  • Der Bürgschaftshöchstbetrag wird auf 2,5 Mio. Euro hochgesetzt. Bürgschaften sind bei der Hausbank oder Bürgschaftsbanken zu beantragen und werden bei einem Betrag bis zu 250.000 Euro innerhalb von 3 Tagen entschieden. (Ausgenommen sind Sanierungsfälle; Übersicht von Bürgschaftsbanken im Anhang)
  • Die vorgenannten Kredite können bei Bedarf schnell ausgeweitet und aufgestockt werden.
     

4. Soforthilfen als unbürokratische Überbrückungsunterstützungen für kleine Unternehmen

  • Finanzielle Soforthilfe (steuerbare Zuschüsse) für Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe bis zu 10 Beschäftigten mit einem Gesamtvolumen von 50 Mrd. Euro, die nicht zurückgezahlt werden müssen:

    o Bis 9.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monatebei bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)

    o Bis 15.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten  (Vollzeitäquivalente)

    o Sofern der Vermieter die Miete um mindestens 20 % reduziert, kann der ggf. nicht ausgeschöpfte Zuschuss     auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden.

    o Voraussetzung: wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona. Unternehmen darf vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein. Schadenseintritt nach dem 11. März 2020.

     o Antragstellung möglichst elektronisch; Existenzbedrohung bzw. Liquiditätsengpass bedingt durch Corona sind zu versichern. 

    o Die Bundesregierung plant derzeit die Einführung von „Härtefallfonds“: Maßnahmen zur Unterstützung insbesondere von Solo-Selbstständigen und Kleinstbetrieben, denen das Kurzarbeitergeld nicht hilft und Liquiditätshilfen nicht in allen Fällen die richtige Unterstützung liefern können.
     

5. Wirtschaftsstabilisierungsfonds

Die Bundesregierung stellt für Großunternehmen insgesamt 600 Mrd. Euro bereit:

  • einen Garantierahmen von 400 Mrd. Euro, der Unternehmen dabei helfen soll, sich am Kapitalmarkt zu refinanzieren (Überbrückung von Liquiditätsengpässen)
  • eine Kreditermächtigung über 100 Mrd. Euro zur Kapitalstärkung von Unternehmen (Rekapitalisierung), um diese zu stabilisieren
  • eine weitere Kreditermächtigung über 100 Mrd. Euro zur Refinanzierung der KfW-Sonderprogramme
     
  • Adressiert werden Unternehmen, die mindestens zwei der drei folgenden Kriterien erfüllen:

    1. eine Bilanzsumme von mehr als 43 Mio. Euro
    2. mehr als 50 Mio. Euro Umsatzerlöse
    3. mehr als 249 Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt haben.

    Geprüft werden kann im Einzelfall auch die Beteiligung kleinerer Unternehmen, die für die kritische Infrastruktur wichtig sind.
     

6. Keine Mietkündigungen wegen Corona-Virus

Sollten Sie aufgrund von Einbußen durch die Corona-Krise Ihre Miete nicht mehr oder nur teilweise bezahlen können, darf Ihr Vermieter Ihnen nicht kündigen. Dies gilt für Mietschulden zwischen dem 1. April und dem 30. September 2020. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete bleibt aber im Grundsatz bestehen. Auch weiteren Schuldnern, die wegen der Corona-Pandemie ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllen können, sollen keine rechtlichen Folgen drohen. Bei Darlehen soll es eine gesetzliche Stundungsregelung geben.
 

7. Banken: Antrag auf Tilgungsaussetzung und Erhöhung Kreditlinien

Gemäß den uns vorliegenden Informationen regionaler Banken werden beantragte Tilgungsaussetzungen bis zu 6 Monaten formlose bzw. maßvolle Ausweitungen der Kreditlinien zügig entschieden. Die Antragstellung der Mittel erfolgt aber über die Hausbank. Diese prüft auch die Bonität, notwendige Sicherheiten und legt die Konditionen fest. Mögliche Kreditanträge sind daher frühzeitig und vorausschauend zu stellen. Für den Kreditantrag sind auch in der derzeitigen Situation die üblichen Unterlagen wie z.B. Informationen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen, Planungsrechnungen usw. unabdingbar.

 

8. Grundsicherung

Selbständige sollen leichteren Zugang zur Grundsicherung erhalten. Damit sollen Lebensunterhalt und Unterkunft in der Krise trotz Verdienstausfall gesichert werden. Antragsteller*innen auf Grundsicherung müssen in den nächsten Monaten weder Vermögensverhältnisse offenlegen noch ihr Vermögen antasten. Weitere Informationen finden sie auf der Website der Bundesagentur für Arbeit.

 

9. Stärkung des Europäischen Zusammenhalts

Die Europäische Kommission richtet eine "Corona Response Initiative" mit finanziellen Hilfsmitteln in Höhe von 25 Milliarden Euro ein. Die europäische Bankenaufsicht wird ab sofort Spielräume nutzen, damit Banken weiter verlässlich Kredite an Unternehmen geben können. Die europäische Zentralbank führt zeitnah Maßnahmen zur Bereitstellung von Krediten für europäische Banken ein.

 

10. Beratungsstellen für Unternehmen                  

Das Bundeswirtschaftsministerium berät Unternehmen zu den oben genannten Maßnahmen und weiteren wirtschaftsbezogenen Fragen telefonisch und stellt für Unternehmen einen Leitfaden online zur Verfügung. Die Coronavirus-Hotline für Unternehmen lautet: 030-18 615 1515.

 

Bürgschaftsbanken und Landesförderinstitute:

 

Bürgschaftsbanken:

Bezeichnung

Straße

Ort

E-Mail

Telefon

Bürgschaftsbank Baden-Württemberg GmbH

Werastraße 13-17

70182 Stuttgart

info@buergschaftsbank.de

0711-16 45-6

Bürgschaftsbank Bayern GmbH

Max-Joseph-Straße 4

80333 München

info@bb-bayern.de

089-54 58 57-0

BBB Bürgschaftsbank zu Berlin-Brandenburg GmbH

Schillstraße 9

10785 Berlin

info@buergschaftsbank-berlin.de

030-31 10 04-0

Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH

Schwarzschildstraße 94

14480 Potsdam

info@BBimWeb.de

0331-649 63-0

Bürgschaftsbank Bremen GmbH

Am Wall 187-189

28195 Bremen

info@buergschaftsbank-bremen.de

0421-33 52-33

BürgschaftsGemeinschaft Hamburg GmbH

Besenbinderhof 39

20097 Hamburg

bg-hamburg@bg-hamburg.de

040-61 17 00-0

Bürgschaftsbank Hessen GmbH

Gustav-Stresemann-Ring 9

65189 Wiesbaden

info@bb-h.de

0611-15 07-0

Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH

Graf-Schack-Allee 12

19053 Schwerin

info@bbm-v.de

0385-395 55-0

Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) GmbH

Hildesheimer Straße 6

30169 Hannover

info@nbb-hannover.de

0511-337 05-0

Bürgschaftsbank NRW GmbH

Hellersbergstraße 18

41460 Neuss

info@bb-nrw.de

02131-51 07-0

Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz GmbH

Rheinstraße 4 H

55116 Mainz

info@bb-rlp.de

06131-629 15-5

Bürgschaftsbank Saarland GmbH

Franz-Josef-Röder-Straße 17

66119 Saarbrücken

info@bbs-saar.de

0681-30 33-0

Bürgschaftsbank Sachsen GmbH

Anton-Graff-Straße 20

01309 Dresden

info@bbs-sachsen.de

0351-44 09-0

Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbH

Große Diesdorfer Straße 228

39108 Magdeburg

info@bb-mbg.de

0391-737 52-0

Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein GmbH

Lorentzendamm 22

24103 Kiel

info@bb-sh.de

0431-59 38-0

Bürgschaftsbank Thüringen GmbH

Bonifaciusstraße 19

99084 Erfurt

info@bb-thueringen.de

0361-21 35-0

 

 

Landesförderinstitute:

Bayern
LfA Förderbank Bayern
Akutkredit1
Universalkredit1

Baden-Württemberg
L-Bank
Liquiditätskredit1
Gründungsfinanzierung2

Berlin
Investitionsbank Berlin (IBB)
Liquiditätshilfen BERLIN3
Berlin Start4

Brandenburg
Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)
Brandenburg-Kredit für den Mittelstand5
Brandenburg-Kredit Gründung2

Bremen
Bremer Aufbau-Bank
Bremer Unternehmerkredit5

Hamburg
Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB)
Hamburg-Kredit Wachstum5
Hamburg-Kredit Gründung und Nachfolge2

Hessen
Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WiBank)
Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen - Gründung2
Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen – Wachstum5

Mecklenburg-Vorpommern
Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH
BMV-Darlehen1

Niedersachsen
NBank
Niedersachsen-Gründerkredit2

Nordrhein-Westfalen
NRW.Bank
NRW.BANK.Mittelstandskredit5
NRW.BANK.Universalkredit1
NRW.BANK.Gründungskredit2

Rheinland-Pfalz
Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB)
Betriebsmittelkredit RLP1
ERP-Gründerkredit RLP2

Saarland
Saarländische Investitionskreditbank AG
Gründungs- und Wachstumsfinanzierung (GUW)2

Sachsen-Anhalt
Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB)
IB-Mittelstandsdarlehen1
IB-Gründungsdarlehen2

Sachsen
Sächsische Aufbaubank
Gründungs- und Wachstumsfinanzierung sowie Liquiditätshilfemaßnahmen (GuW)1

Schleswig-Holstein
Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)
IB.SH Betriebsmitteldarlehen1
IB.SH Mittelstandskredit1

Thüringen
Thüringer Aufbaubank
GuW Thüringen - Gründungs- und Wachstumsfinanzierung1
Thüringer Konsolidierungsfonds für kleine und mittlere Unternehmen1

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